Michael Tomasello "Mensch werden – Eine Theorie der Ontogenese"

Michael Tomasello "Mensch werden – Eine Theorie der Ontogenese"

Was macht das menschliche Denken einzigartig? Was eint und was unterscheidet uns von unseren nächsten Verwandten im Tierreich, den Menschenaffen? Diese Fragen beschäftigen den US-amerikanischen Anthropologen Michael Tomasello seit mehr als 20 Jahren. Auch in seinem jüngsten Buch „Mensch werden – eine Theorie der Ontogenese“ stehen sie im Mittelpunkt. Neu für mich als Leserin: Anders als in seinen Büchern von 2014 und 2016 untersucht Tomasello nun die individuelle Entwicklung von Denken und Moral im Säuglings- und Kleinkindalter. Seine bisherigen Überlegungen... / mehr

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Daniel Memmert und Benjamin Noël "Elfmeter: Die Psychologie des Strafstoßes"

Daniel Memmert und Benjamin Noël "Elfmeter: Die Psychologie des Strafstoßes"

Die Grundidee des Buches „Elfmeter: Die Psychologie des Strafstoßes“ von Daniel Memmert und Benjamin Noël halte ich für grandios gut. Die beiden Autoren greifen sich einen aus psychologischer Sicht extremen Moment aus dem beliebtesten Sport der Welt heraus, den Elfmeter. In diesem Moment tritt ein Schütze gegen einen Torwart an, beide stellvertretend für ihre jeweilige Mannschaft, die Fans beider Mannschaften befinden sich zwischen Bangen (dass der Ball im Tor landet) und Hoffen (dass der Ball nicht im Tor landet). Der... / mehr

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Peter Fischer und Eva Lermer "Das Unbehagen im Frieden: Die neue Lust am Leid"

Peter Fischer und Eva Lermer "Das Unbehagen im Frieden: Die neue Lust am Leid"

„Spielt doch mal Frieden!“ denke ich, spreche es aber nicht laut aus, da mir bereits während des Gedankens klar wird, wie langweilig das für die Soldatendarsteller wäre. Im Garten des Mehrfamilienhauses, in dem ich wohne, nutzen Kinder der Nachbarn die ersten Sonnenstrahlen und spielen mit Plastikgewehren, verstecken sich hinter der Hecke und ballern sich gegenseitig ab. Sie spielen irgendetwas in Richtung Krieg. Das Buch „Das Unbehagen im Frieden: Die neue Lust am Leid“ von Peter Fischer und Eva Lermer besteht... / mehr

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John T. Cacioppo und William Patrick "Einsamkeit: Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt"

John T. Cacioppo und William Patrick "Einsamkeit: Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt"

Diese Rezension soll ein wenig einen Teil des Lebenswerks von John T. Cacioppo würdigen, da er Anfang März 2018 leider verstorben ist. Cacioppo war Sozialpsychologe und viele Forscherinnen und Forscher haben nach seinem Tod den Umstand betont, dass es ohne ihn den Forschungsbereich „Social Neuroscience“ heute nicht geben würde. Das Buch „Einsamkeit: Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt“ hat Cacioppo zusammen mit William Patrick geschrieben. Letzterer ist (bzw. war) Wissenschaftslektor bei dem Verlag Harvard University Press und ist daher (mutmaßlich) vor allem aus Gründen sprachlicher Verfeinerung Mitautor des Buches, das dieser Besprechung zugrunde liegt. / mehr

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Bas Kast "Und plötzlich macht es Klick! Das Handwerk der Kreativität oder wie die guten Ideen in den Kopf kommen"

Bas Kast "Und plötzlich macht es Klick! Das Handwerk der Kreativität oder wie die guten Ideen in den Kopf kommen"

Das Buch „Und plötzlich macht es Klick!“ von Bas Kast beschäftigt sich mit menschlicher Kreativität und besteht aus insgesamt fünf Kapiteln, sehr ausführlichen Anmerkungen und Literaturangaben. Die Kapitel sind wie folgt überschrieben: (1) Das Ungewohnte beflügelt die Phantasie, (2) Mit der Entspannung kommen die Ideen, (3) Über die lebenslange Lust an der Neugier, (4) Von der Gruppe zum kreativen Team und (5) Wie Sie Ihre eigene kreative Nische entdecken. / mehr

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Emeran Mayer „Das zweite Gehirn“

Emeran Mayer „Das zweite Gehirn“

Der Titel des Buches von Emeran Mayer „Das zweite Gehirn“ lässt zunächst vermuten, dass es ausschließlich von medizinischen oder neurobiologischen Themen handeln wird. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man weiß, dass der Autor Mediziner ist und sich seit gut 40 Jahren mit der Gastroenterologie beschäftigt. Auf den zweiten Blick jedoch – und auch wenn man sich den Untertitel „Wie der Darm unsere Stimmung, unsere Entscheidungen und unser Wohlbefinden beeinflusst“ genauer anschaut – offenbaren sich erstaunlich viele Informationen und Impulse, die durchaus für psychologisch Interessierte relevant sein können. / mehr

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„Suche kochenden Betthasen – Was wir aus wissenschaftlichen Studien für die Liebe lernen können“

„Suche kochenden Betthasen – Was wir aus wissenschaftlichen Studien für die Liebe lernen können“

Das Taschenbuch von Jule Specht zieht allein durch den Titel „Suche kochenden Betthasen“ Aufmerksamkeit auf sich. Und die Kapitelüberschriften sind ebenfalls so gewählt, dass sie die meisten Leserinnen und Leser neugierig machen: „Sex mit Superman“, „Liebst du mich?“, „Er liebt mich, er liebt mich nicht...“ oder „Ein Lächeln für mehr Liebe, Leben und Leidenschaft“. Liebe ist ein Thema, das die meisten Menschen anspricht, und die Autorin schafft es, das Thema auf eine humorvolle und interessante Weise wissenschaftlich zu beleuchten. Dieses Buch basiert auf einem Internetblog der Autorin ( http://www.jule-schreibt.de ), den sie betreibt, um eine Brücke zu schlagen zwischen Erkenntnissen aus der Wissenschaft und dem wirklichen Leben. Dies ist ein Anliegen, das sehr zu begrüßen ist, und besonders in der vorliegenden Form (als unterhaltsames Taschenbuch) in der Wissenschaft leider noch viel zu wenig verbreitet ist. / mehr

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Sabine Trepte, Steffen Burkhardt und Wiebke Weidner "Wissenschaft in den Medien präsentieren: Ein Ratgeber für die Scientific Community"

Sabine Trepte, Steffen Burkhardt und Wiebke Weidner "Wissenschaft in den Medien präsentieren: Ein Ratgeber für die Scientific Community"

Dieser Ratgeber möchte laut Vorwort Mitglieder der Scientific Community aus allen Disziplinen beim Umgang mit den Medien adressieren. Die Kommunikation mit Vertreterinnen und Vertreter der Medien wird für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer wichtiger. Ein Großteil der Wissenschaft wird über Drittmittel aus Steuergeldern finanziert, was einen gewissen „Legitimationsdruck“ der Erläuterung eigener Forschung über die Kommunikation für die interessierte Öffentlichkeit mit sich bringt. Hier sehen auch die Autorinnen und der Autor eine wichtige Motivation für ein Training hinsichtlich des Umgangs mit den Medien (siehe zum Beispiel Seite 14 im Buch). Eine Aufgabe des Buches sollte also sein, die Leserinnen und Leser davon zu überzeugen, dass das Aufbereiten der eigenen Forschungsergebnisse für interessierte Laiinnen und Laien über klassische und neuere Medien eben nicht vergleichbar gut über „learning by doing“ oder gesunden Menschenverstand und ein Gefühl für den Umgang mit disziplinfernen Personen funktioniert. Folglich werden Regeln aufgestellt, die mit Referenzen untermauert werden. Teilweise stammen diese Referenzen von 1990 und früher, was nicht weiter schlimm wäre, würde sich die Medienlandschaft und die Medienkultur nicht grundlegend in immer kürzer werdenden Intervallen ändern. / mehr

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Ulrich Kühnen „Tierisch kultiviert“

Ulrich Kühnen „Tierisch kultiviert“

Positiv hervorheben möchte ich ganz zu Anfang meiner Rezension von Tierisch kultiviert von Ulrich Kühnen, dass sich am Ende eines jeden der elf Kapitel Hinweise zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema finden. Dies können zum Beispiel Links zu Multimedia-Inhalten im Internet wie kurze oder längere Videoclips sein oder auch einfach Hinweise zu Büchern anderer Autorinnen oder Autoren. Dieses Material und bisweilen auch weitere Links stellt Ulrich Kühnen unter http://tierisch-kultiviert.de ebenfalls zur Verfügung. Dieses zusätzliche Angebot bietet interessierten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich vertiefend mit der Thematik zu beschäftigen. / mehr

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Michael Tomasello „Warum wir kooperieren.“

Michael Tomasello „Warum wir kooperieren.“

Dies ist nicht das aktuellste Werk von Michael Tomasello. Es beantwortet die im Titel aufgeworfene Frage auch nicht vollständig. Dennoch ist dieses Buch durchaus empfehlenswert. „Warum wir kooperieren.“ ist ursprünglich 2009 im Verlag MIT Press unter dem Titel “Why we cooperate” in englischer Sprache erschienen. Seit 2010 ist es nun auch in deutscher Übersetzung im Suhrkamp Verlag, Edition Unseld erhältlich. Sein Autor, Michael Tomasello, ist Ko-Direktor des Max Planck Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, Verhaltensforscher und eine der führenden... / mehr

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