Editorial zur In-Mind Themenausgabe „Sportpsychologie“

Editorial zur In-Mind Themenausgabe „Sportpsychologie“

Elf Freunde sollt Ihr sein und die Angst des Torwarts vor dem Elfmeter: An Weisheiten zum Thema Sport mangelt es nicht. Doch ist wirklich die Freundschaft der SpielerInnen einer Fußballmannschaft entscheidend für ihren Erfolg? Und haben nicht vielleicht doch eher die Elfmeter-Schützen Grund, Angst vor dem Elfmeter zu haben? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die sportpsychologische Forschung. Dadurch will sie zu einem besseren Verständnis menschlichen Verhaltens im Kontext Sport und Bewegung beitragen. In der zweiten Sonderausgabe des In-Mind Magazin stellen die AutorInnen aktuelle Befunde aus verschiedenen Bereichen der sportpsychologischen Forschung vor. / mehr

Wie Angst sportliche Leistung beeinträchtigt – und was man dagegen tun kann: Das Kraftspeichermodell der Selbstkontrolle im Sportkontext

Wie Angst sportliche Leistung beeinträchtigt – und was man dagegen tun kann: Das Kraftspeichermodell der Selbstkontrolle im Sportkontext

Die meisten SportlerInnen kennen die Situation: Man befindet sich mitten in einem wichtigen sportlichen Wettkampf und plötzlich überkommt einen ein Gefühl von Angst. Die einfachsten motorischen Bewegungen möchten einfach nicht mehr gelingen, man kann das Optimum nicht abrufen und versagt. Doch Abhilfe ist unterwegs: Neueste Studien liefern Hinweise darauf, dass man dem negativen Einfluss von Angst im Sportkontext entgegenwirken kann, wenn man über ausreichend Selbstkontrollkraft verfügt. / mehr

Bekomme ich immer schlechtere Bewertungen weil ich als Erster dran bin? Das Problem der Kalibrierung in Wettkampf- und Prüfungssituationen

Bekomme ich immer schlechtere Bewertungen weil ich als Erster dran bin? Das Problem der Kalibrierung in Wettkampf- und Prüfungssituationen

Starte ich in einem Turnwettkampf als Erster, werde ich selten zu den Gewinnern gehören. Möchte ich erfolgreich den Eignungstest der Sporthochschule Köln absolvieren, stehen meine Chancen allerdings zu einem früheren Zeitpunkt besser, denn am zweiten Test-Tag sind die Durchfallquoten um etwa fünf Prozent höher. Diese Beispiele zeigen, dass in wichtigen Wettkampf- und Prüfungssituationen die Position an welcher ich in einer Reihe starte, einen Einfluss darauf haben kann, wie ich bewertet werde. Es stellt sich die Frage wie es dazu kommt und wie sich dieser Einfluss vermeiden lässt um Prüfungen fairer zu gestalten. / mehr

„Einer für alle“ – Kann Verantwortung für ein Team die individuelle Anstrengung im Hochleistungssport steigern?

„Einer für alle“ – Kann Verantwortung für ein Team die individuelle Anstrengung im Hochleistungssport steigern?

Teamarbeit wird im Sport häufig als Quelle zusätzlicher Motivation beschrieben. Lässt sich dies tatsächlich mit Leistungsdaten belegen? Oder handelt es sich hierbei lediglich um Mythen und Wunschvorstellungen? Der vorliegende Artikel geht der Frage nach, ob AthletInnen in Sportteams tatsächlich eine höhere Leistung als im Einzelwettbewerb zeigen, und wenn ja, ob diese Leistungsgewinne vor allem durch zusätzliche Anstrengung aufgrund sozialer Verantwortung erklärbar sind. Zusätzlich zu Studienergebnissen aus dem Forschungslabor belegen wir unsere zentralen Annahmen mit Daten aus dem Hochleistungsschwimmen. / mehr

Sag ich‘s oder sag ich’s nicht, und wenn, wie? Zur Wirkung von Feedback im Sport

Sag ich‘s oder sag ich’s nicht, und wenn, wie? Zur Wirkung von Feedback im Sport

Was haben der Pfiff eines Schiedsrichters, die Wettkampfanalyse einer Trainerin, der Jubelschrei eines Zusehers und das erlebte Bewegungsgefühl einer Athletin gemeinsam? In all diesen Situationen erhalten AthletInnen Rückmeldungen zu ihrem Verhalten. Der vorliegende Artikel veranschaulicht den Einfluss von Feedback auf sportliches Handeln. Es wird gezeigt, dass sich Feedback sowohl positiv als auch negativ auf die Leistung auswirken kann. Vor allem die Art der Rückmeldung, die Persönlichkeit der FeedbackrezipientInnen und Eigenschaften der Situation beeinflussen die Feedbackeffektivität. Entlang dieser Ergebnisse wird verdeutlicht wie Feedback konstruktiv eingesetzt werden kann. / mehr

Die ‚Fesseln‘ der Gewohnheit als Chance und Risiko am Beispiel der körperlichen Aktivität

Die ‚Fesseln‘ der Gewohnheit als Chance und Risiko am Beispiel der körperlichen Aktivität

Bilden auch Sie regelmäßig zur Jahreswende gute Absichten? Sie starten voll Zuversicht, geben ein bisheriges Verhalten auf oder beginnen ein neues? Aber nach einigen Wochen sind die alten Gewohnheiten wieder da: Sie rauchen, trinken zu viel Alkohol, bewegen sich zu wenig und eigentlich wissen Sie doch um die schädliche Wirkung eines solchen Verhaltens. Wissen reicht offenbar nicht, um ein Verhalten nachhaltig zu ändern. Verhalten ist häufig automatisch gesteuert und als Gewohnheit ausgeformt. Um mit Gewohnheiten zu brechen oder eine neue zu bilden, ist es wichtig zu verstehen, was das charakteristische einer Gewohnheit ist.
Einen ersten Hinweis liefert im 19. Jahrhundert der amerikanische Politiker und Pädagoge Horace Mann: „Habit is a cable. We weave a thread every day, and at last we can not break it.“ (Mann, 1869, S. 115). Mit dem Bild eines immer wieder neu gesponnenen Fadens, der an Dicke und Reißfestigkeit gewinnt und schließlich zum Seil wird, beschreibt Mann eine wesentliche Eigenschaft einer Gewohnheit: die zeitliche Stabilität. / mehr

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