Machiavellismus

Damit ist gemeint, dass Menschen es in Kauf nehmen, andere Menschen zu manipulieren, um eigene Ziele um jeden Preis zu erreichen.

Mandelkern

Der Mandelkern (lat. Amygdala) ist eine stark vernetzte tiefliegende Gehirnstruktur. Er erhält wenig verarbeitete aber schnell verfügbare Informationen aus den Sinnesorganen und beeinflusst wiederum komplexere und bewusste Verarbeitungsvorgänge in höher liegenden Gebieten der Gehirnrinde. Der Mandelkern scheint besonders für angstrelevante emotionale Signale empfänglich zu sein und reagiert unter anderem stark auf erschrockene Gesichtsausdrücke und Reize, die mit Angst assoziiert sind.

Synonyme: Amygdala

Manipulation

Viele psychologische Studien nutzen die experimentelle Methode, welche verschiedene Bedingungen erzeugt und deren Auswirkungen auf eine gemessene Variable beobachtet; die Bildung verschiedener Bedingungen wird Manipulation genannt; psychologische Experimente manipulieren zum Beispiel die Anwesenheit anderer Menschen oder die spezifischer Stimuli oder Objekte.

Maske/ Maskierungsreiz

Reiz, der zum Beispiel durch Präsentation in direkter räumlicher oder zeitlicher Nähe die Sichtbarkeit eines anderen Reizes reduziert.

Massenkommunikation

Massenkommunikation grenzt sich von Individualkommunikation ab, indem Inhalte öffentlich und mithilfe technischer Mittel wie Medien an einen nicht begrenzten Empfängerkreis verbreitet werden.

Maxime

Unter einer Maxime versteht man einen Grundsatz oder Leitspruch mit regelartigem Charakter.

Mediation

Mediation bezeichnet allgemein das gemeinsame Bemühen zerstrittener Parteien, mithilfe einer/-s neutralen professionellen Beraters/-in (Mediator/-in) in einem Konflikt eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.

Medienkompetenz

Der erfolgreiche und angemessene Umgang mit Medien. Die Fähigkeit, Medien auswählen, nutzen und kritisch bewerten zu können, sie produzieren und sich mit anderen Menschen darüber unterhalten zu können.

Medienpädagogische Projekte

Unterrichtseinheiten und Angebote, die den angemessenen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Medien fördern sollen.

Medienreichhaltigkeit

Ausmaß, mit dem Medien in der Lage sind, Informationen zu übermitteln. In ihrer ursprünglichen Form setzt sich die Medienreichhaltigkeit aus den Dimensionen (1) Feedback-Möglichkeiten (von sehr langsam bis unmittelbar), (2) Kommunikationskanal (sichtbar, hörbar), (3) Quelle (persönlich, unpersönlich) und (4) Sprache (Körpersprache, natürlich Sprache, numerische Sprache) zusammen.

Siehe auch Artikel Greife ich zum Hörer

Mediensynchronizität

Ausmaß der Eigenschaften eines Kommunikationsmediums, die Individuen helfen, Synchronizität zu erlangen. Synchronizität unter Individuen besteht dann, wenn diese ein koordiniertes, synchrones Verhalten mit einem gemeinsamen Fokus an den Tag legen.

Siehe auch Artikel Greife ich zum Hörer

Mentale Rotation

Geistige Fähigkeit, sich Objekte gedreht vorzustellen.

Mentales Training

Unter mentalem Training versteht man regelmäßig wiederholte und planmäßig durchgeführte Handlungsvorstellungen, mit dem Ziel die Bewegung zu verbessern.

Meta-Analyse

Eine quantitative Zusammenfassung von vielen Studien innerhalb desselben Forschungsgebiets mit dem Ziel einen durchschnittlichen Trend der wissenschaftlichen Ergebnisse zu ermitteln. Höchster Evidenzgrad.

Meta-Analyse

statistische Methode um eine Vielzahl von Daten zusammenzufassen.

Meta-Analyse

Technik, die statistische Ergebnisse von mehreren Studien zusammenfasst, die sich alle mit derselben Forschungsfrage befassten (Melanie Sauerland)

Der Vorgang oder die Technik zur Synthese von Forschungsergebnissen mittels Verwendung von statistischen Methoden unter Anwendung von Abruf, Auswahl und Kombination von früheren, eigenständigen aber verwandten Studien (Silvia Barriga)

 

Meta-Kognition

 

Meta-Kognition beschreibt meist übergeordnete Kognitionen über Kognitionen. Im Lehr-Lernkontext wird hiermit häufig das Bewusstsein für und das Wissen über eigene lernrelevante kognitive Prozesse wie z.B. den Einsatz von Lernstrategien bezeichnet. 

 

Metaanalyse

statistische Methode, um eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zusammenzufassen, wobei aus den Einzelergebnissen der Studien der Gesamteffekt des untersuchten Phänomens berechnet wird.

Metaanalyse

Gemeinsame Analyse einer (in der Regel) großen Menge einzelner Forschungsarbeiten zum selben Thema anhand statistischer Verfahren mit dem Ziel der Zusammenfassung der Befunde sowie der Aufdeckung von Ursachen inkonsistenter Befunde.

Metaanalyse

statistische Methode zur quantitativen Integration von Ergebnissen vieler empirischer Einzelstudien.

Metapher

Die Zuordnung eines physikalischen Sinneseindrucks zu einer gleichen oder analogen Eigenschaft eines abstrakten Konzepts.

MicroDYN

Ein alternativer Ansatz zur Erfassung komplexen Problemlösens, bei dem statt eines großen und sehr komplexen Szenarios mehrere kleine, weniger komplexe Aufgaben zu bewältigen sind. Trotz der reduzierten Größe weisen alle Szenarien die grundsätzlichen Bestandteile komplexer Probleme (Dynamik, Vernetztheit, Polytelie und Intransparenz) auf.

Mimikry

Mimikry bezeichnet das Phänomen des Nachahmens. Der Begriff wurde insbesondere in der Biologie geprägt und dann später von der Psychologie übernommen. Biologische Untersuchungen legen nahe, dass gewisse Tiere ihre Umwelt oder Artgenossen nachahmen um sich zu tarnen oder sich einen Vorteil während des Balzens zu sichern. Psychologische Studien legen nahe, dass Menschen Mimikry im Verhalten betreiben, um ein angenehmes Klima mit ihren Interaktionspartnern herzustellen.

Mitleid

Auf einen anderen Menschen bezogene, moralische Emotion, verursacht durch das mentale oder physische Leid dieses (fremden oder vertrauten) Anderen; verbunden mit der Handlungstendenz, das Leid des Anderen zu lindern.

Modell-Lernen

Von Albert Banduras entwickelte Lerntheorie, die einen möglichen Mechanismus beschreibt, wie unter anderem Medienkonsumenten durch passives Beobachten neue Inhalte erlernen können. Historisch wurde die Theorie entwickelt, um Unzulänglichkeiten in den behavioristischen Lerntheorien zu erklären.

Molekulargenetische Studien

M. S. zielen darauf ab, bestimmte Genvarianten (d.h. Abschnitt auf der DNS, die zu einem bestimmten Produkt kodieren), welche mit bestimmten Merkmalen im Zusammenhang stehen, zu identifizieren.

Mood management

Stimmungsregulation, mit der negative Gefühlszustände vermieden und positive erhalten oder gefördert werden, z. B. durch die Auswahl geeigneter medialer Reize.

Moral Panic

Eine „Moral Panic“ beschreibt eine Welle moralischer Entrüstung, bei der Verhaltensweisen oder Einstellungen einer Bevölkerungsgruppe als eine Bedrohung für sie selbst und die Gesellschaft als Ganzes wahrgenommen wird (bspw. das Spielen von gewalthaltigen Computerspielen). Diese Entrüstungswellen können gesellschaftliche Spannungen und öffentliche Kontroversen auslösen. Oftmals sind dahinterliegende Gründe starke Unterschiede zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten oder Generationenkonflikte. Auch Wissenschaft kann von einer „Moral Panic“ beeinflusst werden, beispielsweise in dem möglicherweise unzureichende Befunde voreilig als Bestätigung für das vermutete Problem benutzt werden, ohne diese kritisch zu beleuchten.

Moralische Intuition

Unbewusster, nicht-steuerbarer, intuitiver, kognitiver Prozess der moralischen Reaktion (wie z. B. Mitleid).

Moralische Reflexion

Bewusster, steuerbarer und mit moralischen Prinzipien begründbarer kognitiver Prozess der moralische Evaluation.

Mortalitätssalienz

Bewusstwerdung der eigenen Sterblichkeit, beispielsweise durch visuelle Reize wie einem Grabstein oder einem Skelett

Mortalitätssalienz

bedeutet das Bewusstwerden der eigenen Endlichkeit und wird durch Verluste von Menschen im nahem Umfeld oder die Konfrontation mit einer schlechten Diagnose ausgelöst. Die Vorstellung des eigenen Ablebens geht mit intensiven Angstgefühlen einher.

Mortalitätssalienz

Die (mitunter unbewusste) Zugänglichkeit der eigenen Sterblichkeit; aktiviert durch kurzes Nachdenken über den eigenen Tod.

Mortalitätssalienz-Hypothese

Menschen, die an ihren eigenen Tod erinnert werden, schützen sich dadurch, dass sie (hauptsächlich unbewusst) das eigene Weltbild aufwerten und gegen Angriffe verteidigen.

Motiv, soziales

Auf andere Menschen gerichteter, psychischer Einflussfaktor auf das menschliche Handeln. Soziale Motive sorgen dafür, dass Situationen als sozial wahrgenommen und damit das Handeln in sozialer Weise ausgerichtet und durchgeführt wird.

Motivation

Motivation bezeichnet eine auf emotionalen und neuronalen Prozessen beruhende, überdauernde Handlungsbereitschaft einer Person im Hinblick auf deren Streben nach Zielen oder Zielobjekten.

Motivationsgewinne in Teams

Höhere Motivation von Teammitgliedern bei der Arbeit im Team verglichen mit der Motivation, die sie bei Einzelarbeit an derselben Aufgabe gezeigt haben. Da Motivationsgewinne nicht direkt beobachtbar sind, werden sie üblicherweise aus beobachteten Leistungsgewinnen erschlossen.

Motivationspsychologie

Ist eine Teildisziplin der Psychologie, die sich hauptsächlich mit der Erforschung dessen, was den Menschen und sein Verhalten antreibt, auseinandersetzt. Was sind Bedürfnisse und Motive des Menschen? Wie lassen sie sich ordnen und was bestimmt wie stark unser Antrieb ist, bestimmte Dinge zu wünschen, zu wollen und sich ihnen anzunähern? Mit solchen und anderen Fragen beschäftigt sich die Motivationspsychologie.

Motorik

Gesamtheit aller Steuerungs- und Funktionsprozesse, die der Haltung und Bewegung zu Grunde liegen. Das motorische Lernen umfasst hierbei alle Prozesse des Erwerbs, Erhalts und der Veränderung von motorischen, aber auch sensorischen und kognitiven Strukturen. Auch der Teil der Bewegungslehre, der sich mit diesen Prozessen befasst, wird als Motorik bezeichnet.

Motorische Fähigkeiten

Konditionelle (z.B. Ausdauerfähigkeiten) und koordinative Fähigkeiten (z.B. Jonglieren).

Motorische Vorstellung

Der Begriff wird in der Literatur häufig synonym zu Handlungsvorstellungen gebraucht, bezieht sich aber im engeren Sinne lediglich auf die Vorstellung der propriozeptiven Aspekte einer Bewegung. Überwiegend beinhaltet dies die Vorstellung des Bewegungsgefühls (Kinästhesie), aber auch die Vorstellung der Lage der Gliedmaßen zueinander und im Raum, sowie die Vorstellung der aufgewendeten Kraft.

Multimediale Lernumgebung

Informationen können in verschiedenen Kanälen gespeichert werden; beispielsweise in Text und Bild. Bei einer multimedialen Lernumgebung (z. B. in Form von Büchern, Software oder Webseiten) werden mindestens zwei dieser Informationskanäle gleichzeitig verwendet, um dem Lernenden Inhalte zu vermitteln.

 

Mutterschaftsauftrag

Die geläufige Erwartung, dass Frauen Kinder austragen und großziehen

 

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