Salienz

Ein Reiz (Person, Objekt, Thema) springt ins Auge und ist der Wahrnehmung leichter zugänglich als ein anderer.

Scham

Aversive Emotion, die häufig mit einem Gefühl der Unzulänglichkeit einhergeht und die wir empfinden, wenn unser Selbst-Bild (im weitesten Sinne) nicht mit dem Bild übereinstimmt, das andere Personen oder wir selber aufgrund von bestimmten Umständen (z.B. bestimmtem Verhalten) von uns gewinnen.

Schlammpackungen

In Australien eingeführte grün-braune Zigarettenschachteln, die keine Markennamen und -farben beinhalten.

Schreibkompetenz

Die Fähigkeit, Texte so zu produzieren, dass die ihre Funktion gegenüber bestimmten Adressat/inn/en in bestimmten Situationskontexten erfüllen.

Schuld

Unangenehme Emotion, die in der Regel in direkter Reaktion auf spezifisches Fehlverhalten erlebt und daher oft mit Verantwortlichkeit und einer Tendenz zur Wiedergutmachung (z.B. in Form einer „Ent“-Schuldigung) assoziiert wird.

Seifenoper

Seifenoper (Soap Opera) ist ein Begriff für eine Unterhaltungsserie im Rundfunk (Radio oder Fernsehen), häufig mindestens einmal bis mehrmals wöchentlich als Fortsetzungs- oder Endlosserie ausgestrahlt.

Selbstbestätigung

Bestätigung oder Bestärkung von wichtigen Bereichen des Selbst-Systems, die defensive Reaktionen auf bedrohliche Information in anderen Bereichen weniger wahrscheinlich macht.

Selbsterfüllende Prophezeiung

Als selbsterfüllende Prophezeiung bezeichnet man den Vorgang, bei dem die Erwartungen, die eine Person über eine andere hat, ihr Verhalten dieser Person gegenüber beeinflussen, woraufhin die andere sich konform zu den ursprünglichen Erwartungen verhält und damit die Erwartungen erfüllt (Aronson, Wilson & Akert, 2010).

Selbstkontrolle

Unter Selbstkontrolle versteht man die Fähigkeit, automatisierte Handlungsabläufe, Reaktionstendenzen oder emotionale Erfahrungen zu unterdrücken und durch alternative Prozesse zu ersetzen.

Selbstkontrolle

Willentliche Unterdrückung oder Veränderung der eigenen vorherrschenden Reaktionstendenzen (vgl. Baumeister, Vohs & Tice, 2007). Manche ForscherInnen benutzen auch synonym den Begriff Selbstregulation, wohingegen andere ForscherInnen die Begriffe Selbstkontrolle und Selbstregulation unterschiedlich besetzen.

Selbstkonzept

Der Inhalt unseres Selbst, das heißt das Wissen darüber, wer wir sind.

Selbstkonzept

Zentrales Schema, das alles Wissen über uns selbst enthält, z.B. das Wissen über die Eigenschaften, Meinungen, Fähigkeiten, Beziehungen etc., die wir besitzen.

Selbstkonzept

Bietet die Antwort(en) auf die Frage: „Wer bin ich?“, also das Wissen um eigene Fähigkeiten, Vorlieben, Gefühle (z.B. ich kann Geige spielen, ich mag Eis) und auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen (z. B. Frauen, Schüler, Linkshänder) (Mummendey, 1995).

Selbstrechtfertigungshypothese

Die Selbstrechtfertigungshypothese (Staw, 1976) besagt, dass Personen angesichts drohenden Scheiterns verstärkt an ihrem Kurs festhalten, um vor sich selbst oder anderen nicht als unfähige/-r Entscheidungsträger/-in zu erscheinen. Es handelt sich dabei also um einen Erklärungsansatz, der schlechtes Handeln trotz besseren Wissens unterstellt. Das Ausmaß der Eskalation steigt nach der Selbstrechtfertigungshypothese z. B. mit dem Grad an Verantwortlichkeit für das Projekt, sodass insbesondere Personen, die selbst für den Beginn eines erfolgreichen Projekts verantwortlich waren, übermäßig lange an diesem Projekt festhalten.

Selbstregulation

Damit ist allgemein die Verhaltenssteuerung einer Person gemeint, die sowohl die Steuerung eigener Gedanken und Gefühlen als auch des eigenen Verhaltens beinhaltet.

Selbstregulation

Fähigkeit, Motivation, Emotion und Handeln selbst zu steuern.

Selbstregulationsfähigkeit

Beschreibt die allgemeine Fähigkeit, seine Gedanken und Handlungen willentlich zu kontrollieren und mit Willenskraft auch angenehmen und verlockenden Anreizen zu widerstehen.

Selbststereotypisierung

Übernahme der angenommenen stereotypen Eigenschaften einer Gruppe, zu der man sich selbst zugehörig fühlt.

Selbstsystem

Summe aller Bereiche, die für eine Person wichtig sind. Diese Bereiche unterscheiden sich natürlich zwischen Personen.

Selbstwert

Die affektive, d.h. positive oder negative, Bewertung der einzelnen Dimensionen des Selbstkonzepts.

Selbstwert

Entspricht der globalen und generalisierten Beurteilung der eigenen Person. Ein hoher Selbstwert steht für eine deutlich positive Einschätzung der Wertigkeit der eigenen Person und ihren Handlungsmöglichkeiten.

Selbstwirksamkeit

Nach Albert Bandura bezeichnet Selbstwirksamkeit die Erwartung, eine gewünschte Handlung mit den eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen erfolgreich ausführen zu können.

Selbstwirksamkeit

Das Gefühl, die Fähigkeit zu besitzen, ein Verhalten, welches für das Erreichen eines bestimmten Zieles notwendig ist, ausführen zu können.

Selbstwirksamkeitserwartung

Diese Persönlichkeitseigenschaft verkörpert die Erwartungshaltung in bestimmten Situationen erfolgreich handeln zu können. Eine hohe Ausprägung steht für ein starkes Zutrauen auch schwierige Situationen meistern zu können.

Selbstwirksamkeitserwartung

Der Glaube an die eigene Fähigkeit, bestimmte Handlungen auszuführen, die ein gewünschtes Ergebnis erzielen.

Selbstwirksamkeitserwartungen

Optimistische zukunftsorientierte Überzeugung, aus eigener Kraft Probleme bewältigen oder Aufgaben lösen zu können.

Selektionseffekt

In unserem Beispiel bezeichnen wir die Möglichkeit, dass die Aggressionsneigung die Medienwahl und den Medienkonsum (d. h. die Präferenz für bestimmte Spielegenres und das Ausmaß der Nutzung dieser Spiele) kausal beeinflusst, als Selektionseffekt. Man könnte sich vorstellen, dass Personen, die über ein höheres Aggressivitätspotenzial verfügen, gewalthaltige Computerspiele eher bevorzugen als beispielsweise Strategiespiele.

Selektive Aufmerksamkeit

Bedeutet die Lenkung der Aufmerksamkeit auf bestimmte Reize bei gleichzeitiger Ausblendung anderer vorhandener Reize.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

Abgekürzt SSRI (vom englischen Begriff Selective Serotonin Reuptake Inhibitor). Eine bestimmte Klasse von antidepressiven Medikamenten, die das Ziel haben, die Konzentration des Neurotransmitters Serotonin im Gehirn zu erhöhen.

Selektive Zugänglichkeit

Durch Anker werden bei Personen gerade jene Informationen präsenter, die zu dem Anker passen und diesen unterstützen. So führt die hohe Einstiegsforderung eines Autoverkäufers beispielsweise dazu, dass ein Käufer eher auf positive Attribute des Autos schaut (z. B. niedriger Kilometerstand, gute Ausstattung; Mussweiler & Strack, 2000a).

Siehe auch Artikel Der Verhandlungsbeginn

semantisches Gedächtnis

Das semantische Gedächtnis umfasst allgemeine Fakten und das Wissen über die Bedeutung von Begriffen und Wörtern. Die Fakten sind unabhängig von raum-zeitlichen Gegebenheiten, in welchen die Person etwa zum ersten Mal mit einem Gegenstand o.ä. in Berührung kam, gespeichert.

Semantisches Priming

Semantisches Priming ist eine Variante des Priming, bei der Wörter eingesetzt werden, die in bestimmter Art und Weise miteinander in Beziehung stehen. Zum Beispiel werden Kategoriename-Kategorieexemplar-Beziehungen (BLUME-Rose), Teil-Ganzes-Beziehungen (BLUME-Blüte) oder auch Assoziiertheit durch gemeinsames Auftreten (AFFE-Banane) untersucht. Wichtig bei dieser Art des Priming ist, dass der Prime die Antwort auf das Target nicht vorhersagt, da die Versuchspersonen meist eine Aufgabe bearbeiten müssen, die nicht mit dem semantischen Gehalt der Wörter zu tun hat (sondern sich z. B. auf die richtige Schreibweise des Targets bezieht).

Sensibilität für Unterschiede

Die Tendenz, in einer Situation Unterschiede wahrzunehmen oder nach ihnen zu suchen (auch Difference Mindset genannt). Demgegenüber steht eine Sensitivität für Gemeinsamkeiten, also die Tendenz, in einer Situation Gemeinsamkeiten wahrzunehmen und danach zu suchen (auch Similarity Mindset genannt). 

Siehe auch Artikel Unterschiede als Chance

Sequentielle Gegenüberstellung

Verfahren, bei dem die Mitglieder einer Gegenüberstellung nacheinander gezeigt werden. Es besteht keine Möglichkeit, im Verfahren zurückzugehen, und die Gegenüberstellung wird abgebrochen, sobald eine positive Identifizierung erfolgt ist. Das Verfahren begünstigt Absoluturteile.

Serielle Bewertung

In vielen relevanten Situationen des täglichen Lebens werden Urteile in Serie abgegeben. Prüfer an einer Universität bekommen zum Beispiel in mündlichen Prüfungen eine Leistung präsentiert, müssen diese bewerten und bekommen direkt im Anschluss die nächste Leistung präsentiert. In Turnwettkämpfen zeigt der erste Athlet seine Kür und wird postwendend von den Kampfrichtern bewertet, woraufhin der nächste Athlet seine Leistung präsentiert.

Serious Games

Serious Games bezeichnen digitale Spiele, die zum Ziel haben, den Unterhaltungsaspekt beim Spielen mit einem Bildungsauftrag zu verbinden.

Serotonin

Gewebshormon und Neurotransmitter; kommt unter anderem im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut vor.

signifikant

Überzufällig. In der Statistik werden Unterschiede zwischen zwei Messgrößen als signifikant bezeichnet, wenn diese um einen zuvor bestimmten Schwellenwert (bei maximal meist 5 % Irrtumswahrscheinlichkeit) vom Zufall abweichen.

Simulatorkrankheit

Körperliche Symptome wie Übelkeit und Schwindel, die bei der Nutzung virtueller Realitäten auftreten können

Simultane Gegenüberstellung

Verfahren, bei dem alle Mitglieder einer Gegenüberstellung gleichzeitig gezeigt werden. Das Verfahren begünstigt Relativurteile.

SNP

SNP ist die Abkürzung für „Einzelnukleotidpolymorphismus“. Ein SNP beschreibt die häufigste und einfachste Form genetischer Vielfalt: den Unterschied in genau einer Nukleobase.

Sozial-kognitive Lerntheorie

Sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura, 2001): Menschen lernen nicht nur durch Verhaltenskonsequenzen (z. B. Belohnung oder Strafe), sondern auch durch Beobachtung (Lernen am Modell). Ob erfolgreich von einem Modell gelernt werden kann, hängt u. a. von Merkmalen der Situation, des/der Beobachtenden, des Modells und deren Beziehung ab. Mediale Rollenmodelle können in diesem Sinne als Aufmerksamkeitsgeneratoren, Erinnerungshilfen, Motivatoren und Verhaltensmodelle dienen und sind hierdurch für Lernprozesse zentral.

Soziale Ausgrenzung

(engl. social exclusion) bezeichnet den Vorgang der vonstatten geht, wenn eine Person aus einer Gruppe ausgeschlossen wird. Eine Form dies experimentell herzustellen ist beispielsweise Cyberball.

Soziale Homogamie

Unter S. H. wird die physische und psychische Ähnlichkeit verwandter und nichtverwandter Individuen auf Grund des geteilten sozialen Hintergrunds verstanden.

Soziale Identität

Der Teil unserer Identität, der sich aus der Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen und dem Wert, den diese Gruppen für uns haben, ableitet.

Soziale Identität

Als emotional bedeutsam empfundene Mitgliedschaft in einer bestimmten Gruppe.

Soziale Identität

Nach Tajfel und Turner (1986) derjenige Teil der Identität eines Individuums, „der sich aus seinem Wissen um seine Mitgliedschaft in sozialen Gruppen und aus dem Wert und der emotionalen Bedeutung ableitet, mit der diese Mitgliedschaft besetzt ist.“

Soziale Identität

Die Soziale Identität ist der Teil unseres Selbstkonzeptes, der sich aus unseren Gruppenzugehörigkeiten und Bewertungen dieser Gruppenzugehörigkeiten zusammensetzt.

Soziale Kategorisierung

Einteilung von anderen Menschen oder uns selbst einzig anhand von Kategorien-, bzw. Gruppenzugehörigkeiten, in A vs. B, deutsch vs. türkisch, wir vs. die oder ähnlich, die in der Sozialpsychologie als Grundlage für Vorurteile und Diskriminierung gilt.

Soziale Kategorisierung

Der psychologische Prozess mit dem Menschen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Individuen wahrnehmen um sie dann in Gruppen einzuteilen.

Siehe auch Artikel Mehr als reine Ideologie

Soziale Kognition

Die Wissenschaft darüber, wie Menschen über ihr soziales Umfeld denken, es repräsentieren und sich einen Sinn daraus machen.

Soziale Macht

Soziale Macht beschreibt die asymmetrische Kontrolle einer oder mehrerer Personen über die Ergebnisse und/oder Situation anderer, z.B. durch Bewertung anderer Personen oder über das Geben und Zurückhalten von Belohnungen und Strafen.

Soziale Perspektivenwechsel

Soziale Perspektivenwechsel werden der exekutiven Funktion „Wechseln“ zugeordnet. In bisheriger Forschung wurde überwiegend untersucht, wie akkurat und schnell eine Person ihre Aufmerksamkeit zwischen Objekten wechselt (z. B. Strobach, Salminen, Karbach & Schubert, 2014). Die Besonderheit sozialer Perspektivenwechsel ist, dass eine Person ihre Aufmerksamkeit zwischen mehreren Personen und deren Situationen wechselt. Das können gedankliche Bilder von Personen sein, die durch das Wahrnehmen realer oder virtueller Personen angeregt werden. Gedankliche Bilder von Personen können auch durch mündliche oder schriftliche Beschreibungen sozialer Situationen angeregt werden. Vor allem Funktionswörter wie Pronomen weisen auf die eigene Situation oder die Situation einer anderen Person hin. Pronomen lenken die Richtung der Perspektiven, die wir uns vorstellen, zum Beispiel „Ich lese einen Text, den ich interessant finde“ im Vergleich zu „Er liest einen Text, den er interessant findet“.

Soziale Phobie

Betroffene Personen haben außergewöhnlich starke und andauernde Angst vor Situationen, in denen sie von anderen Menschen beurteilt werden könnten. In einigen Fällen geht die Angst vor peinlichen Situationen so weit, dass sogar das Essen und Sprechen vor anderen Personen vermieden wird. Von einer klinisch relevanten Phobie spricht man, wenn entsprechende Situationen vermieden oder nur unter intensiver Angst ertragen werden, so dass die Lebensführung der betroffenen Person stark eingeschränkt wird und großer Leidensdruck entsteht.

Soziale Verantwortung im Team

Die Wahrnehmung von Teammitgliedern, dass ihr individueller Beitrag für die Gesamtleistung des Teams unentbehrlich ist.

Sozialer Agent

Person oder System das mit anderen in Beziehung tritt und interagiert.

Sozialer Einfluss

Veränderung von Einstellungen, Überzeugungen, Meinungen, Werten und Verhaltensweisen als Ergebnis einer Konfrontation mit Einstellungen, Überzeugungen, Meinungen etc. anderer Menschen. Individuen neigen dazu, ihre individuellen Einstellungen an andere anzupassen.

Sozialer Vergleich

Der Prozess der Selbsteinschätzung im Vergleich zur (sozialen) Umwelt mit dem Ziel der genaueren Selbsteinschätzung.

Soziales Referenzieren

Als Soziales Referenzieren bezeichnet man die aktive Suche nach emotionalen Signalen anderer Menschen in unbekannten oder wenig eindeutigen Situationen. Die emotionalen Signale müssen außerdem auf die entsprechende Situation, das Objekt oder die Person bezogen werden, wofür referentielle Hinweisreize, wie z.B. die Blickrichtung genutzt werden. Schließlich muss das eigene Verhalten entsprechend der Emotion der anderen Person angepasst werden. Kinder zeigen dieses Verhalten ab dem Ende des ersten Lebensjahres.

Sozialisation

Der Prozess, in dem Individuen lernen, sich an eine Gruppe (Gesellschaft) anzupassen, ihre Normen zu internalisieren und sich so zu verhalten, dass es von der Gruppe (oder Gesellschaf) akzeptiert wird.

 

Sozio-emotionale Verhandlungsergebnisse

Subjektive Wahrnehmungen als Resultat einer Verhandlung. Diese können z.B. die Zufriedenheit mit dem Verhandlungsergebnis, die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung, die Bewertung des Verhandlungsprozesses, die Bewertung der Beziehung mit dem Verhandlungspartner und die Bereitschaft, erneut mit diesem Verhandlungspartner zu verhandeln, umfassen (vgl. z.B. Curhan et al., 2006).

Siehe auch Artikel "Gemeinsam sind wir stark"

Stabilitätstheorie

Die subjektive Überzeugung, dass eine bestimmte Eigenschaft von Personen (z. B. Intelligenz) nicht veränderbar, sondern stabil ist.

Startprozedur

SchwimmerInnen in Einzelwettbewerben sowie StartschwimmerInnen von Staffeln starten auf ein akustisches Signal hin. Spätere StaffelschwimmerInnen starten hingegen, sobald der vorherige Starter am Beckenrand anschlägt. Im Unterschied zum Einzelwettbewerb und der Startprozedur der ersten StartschwimmerInnen muss beim Startsignal für spätere StaffelschwimmerInnen (dem Anschlag am Beckenrand) nur noch ein Fuß des Starters/der Starterin den Startblock berühren. Anders als SchwimmerInnen in Einzelwettbewerben sowie StartschwimmerInnen von Staffeln dürfen spätere StaffelschwimmerInnen ihren Start zudem bereits vor dem Startsignal vorbereiten, indem sie beispielsweise Schwung mit den Armen nehmen und/oder ein bis zwei Schritte Anlauf nehmen.

State


Ein State bezeichnet den aktuellen Zustand einer Person, zum Beispiel einen emotionalen Zustand, welcher sich in verschiedenen Situationen und über die Zeit hin ändert. Der Gegenentwurf zu einem State ist ein Trait – eine relativ stabile Eigenschaft einer Person. Viele psychologische Konstrukte werden sowohl als Trait als auch als State konzeptualisiert: Zum Beispiel kann eine Person im Allgemeinen eher ängstlich sein, also eine hohe Trait-Ängstlichkeit besitzen, in bestimmten Situationen ist ihre Ängstlichkeit aber wenig ausgeprägt (State-Ängstlichkeit).

Status-Quo Bias

Kognitive Verzerrung. EntscheiderInnen tendieren bei einer Wahl zwischen zwei oder mehr Alternativen zu derjenigen, die den aktuellen Standard (status quo) repräsentiert.

Stereotyp

Sozial geteilte Meinungen über Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen von Mitgliedern einer sozialen Kategorie (z.B. Geschlecht, Nationalität, Alter).

Stereotyp

Eine Generalisierung, bei der Mitgliedern einer bestimmten Gruppe identische Eigenschaften zugeschrieben werden, nur weil sie der Gruppe angehören.

Stereotypbedrohung

Meint eine situative Bedrohung, wobei eine Person sich damit beschäftigt, dass sie so angesehen wird, dass sie sich gemäß eines negativen Stereotyps, das mit ihrer Gruppe assoziiert ist, verhält (Stelle, 1997).

 

Stereotype

Geteilte Meinung darüber, welche Merkmale und Verhaltensweisen Mitglieder einer bestimmten Gruppe besitzen. Wenn eine Person einer bestimmten Gruppe zugeordnet wird, werden ihr diese Merkmale und Verhaltensweisen zugeschrieben ohne die individuellen und persönlichen Merkmale der Person zu beachten (Stroebe, Jonas, & Hewstone, 2002).

Stereotype

Vorstellungen und Bilder über Gruppen von Menschen. Anhand positiver und negativer Merkmale werden Personen verallgemeinernd in Gruppen zusammengefasst (z.B. Alte, Frauen, Migranten).

Stereotype

Sozial geteilte Annahmen (positiv oder negativ) über Merkmale, die Individuen einer Gruppe charakterisieren.

 Siehe auch Artikel Mehr als reine Ideologie

Stereotype

Kulturell geteilte Vorstellungen und Bilder über negative und positive Eigenschaften, welche Personen aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit (z.B. Alte, Frauen, Migranten) zugeschrieben werden.

Stereotype/Altersstereotype

Vorstellungen und Bilder über die Gruppe der alten Menschen. Anhand positiver und negativer Merkmale werden Menschen in Gruppen zusammengefasst. Verallgemeinernd werden ihnen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben (z.B. „Alte sind weise“ oder „Ältere Menschen sind vergesslich“).

Stichprobe

Teilmenge einer Grundgesamtheit. In psychologischen Untersuchungen ist mit dem Begriff Stichprobe die Gruppe der Studienteilnehmer/innen gemeint.

Stimmung

 

Affektiver Zustand, der im Vergleich zur Emotion von längerer Dauer und geringerer Intensität ist. Weiterhin fehlt bei der Stimmung häufig der Bezug zu einem auslösenden Stimulus.

 

Stimmungsansteckung

Stimmungsansteckung ist ein unbewusster Prozess, bei dem ein Interaktionspartner eine Emotion zum Ausdruck bringt und der andere Interaktionspartner emotionale Verhaltensweisen (in Mimik, Gestik oder Stimmlage beispielsweise) nachahmt. Die Nachahmung löst dann die Empfindung einer kongruenten Stimmung aus.

Stimmungsinduktion

Beschreibt das Herbeiführen spezifischer Stimmungen bei Probanden durch bestimmte Methoden. In der Regel wird mithilfe der Stimmungsinduktion der Einfluss verschiedener Stimmungslagen (unabhängige Variable) auf psychologische Prozesse (abhängige Variable) untersucht. Dabei werden die Versuchspersonen zufällig verschiedenen Gruppen zugeteilt, in welchen dann unterschiedliche Stimmungen induziert, also herbeigeführt, werden.

 

Stimulus

Stimulus ist lateinisch und bedeutet „Reiz“. In psychologischen Experimenten bezeichnet man mit dem Begriff Stimuli häufig Reize, die den Probanden präsentiert werden, wie z. B. Bilder oder akustische Signale. Ein Stimulus kann z. B. auch ein Schmerzreiz oder ein anders gearteter Reiz sein, welcher auf den Probanden einwirkt.

Synonyme: Stimuli

Strategietrainings

Gedächtnistrainings werden als Strategietrainings bezeichnet, wenn sie Techniken oder Methoden vermitteln, die erlernt werden müssen. Diese müssen dann in allen folgenden Situationen, in denen wir uns etwas merken wollen, ganz bewusst angewendet werden.

Striatum

Ein Bestandteil eines Netzwerks von subkortikalen Hirnstrukturen, die unter anderem die Ausführung von Bewegungen steuern. http://en.wikipedia.org/wiki/Striatum

Sub-klinische Auffälligkeiten

Darunter versteht man Auffälligkeiten, die die Schwelle zum Krankhaften nicht überschreiten. Diese Personen zeigen damit höhere Ausprägungen auf klinischen Skalen, ohne dass ihre Werte für psychologische oder psychiatrische Diagnosen „ausreichend hoch“ sind.

 

subjektive Norm

Eigene Überzeugungen, wie andere wichtige Menschen ein bestimmtes Verhalten beurteilen.

Subklinischer Bereich

Charakterisierung des Verlaufs bzw. der Schwere von psychischen Krankheiten im Sinne von "leicht verlaufender Erkrankung“ oder dem Vorhandensein einzelner psychischer Symptome.

Substitutionsfehler

Unter dem Begriff Substitutionsfehler werden alle Tippfehler im Maschinenschreiben subsummiert, die dadurch entstehen, dass ein falscher Buchstabe anstelle des intendierten getippt wurde. Ein Beispiel wäre das versehentliche Tippen von TOSCH anstelle des intendierten Wortes TISCH.

Suggestivfrage

Frage, welche durch die Art der Fragestellung eine bestimmte Antwort nahelegt.

Surface Acting

Bezeichnet die Form der Emotionsregulation, bei der Mitarbeiter lediglich ihren Emotionsausdruck verändern um den Darbietungsregeln am Arbeitsplatz zu entsprechen, z. B. weil Darbietungsregeln einen bestimmten Ausdruck verbieten.

Symbolische Bedrohung

Bedrohung eigener Werte, Normen, Überzeugungen und Weltbilder.

Symbolische Unsterblichkeit

Die schützende Vorstellung, dass etwas die eigene Existenz überdauert (z. B. die Nation, der man angehört, geschaffene Kunstwerke und Denkmäler, oder die eigenen Kinder)

Symptom

Anzeichen einer Krankheit oder Störung, wie z. B. Fieber, Nackenschmerzen und eine laufende Nase für eine Grippe.

Symptombasierte Forschung

Forschung, die sich statt mit Syndromen (z. B. Depression) mit dem spezifischen Symptomen von PatientInnen befasst (z. B. Trauer, Müdigkeit und Gewichtsverlust).

Syndrom

Verschiedene Symptome, die häufig gemeinsam auftreten.

Systematische Zugeständnisse

Zugeständnisse, bei denen Verhandlungsparteien ihrem Gegenüber auf Verhandlungsgegenständen entgegenkommen, die für sie eine geringere Bedeutung haben, und gleichzeitig diejenigen Gegenstände fordern, die für sie einen hohen Wert besitzen.

Siehe auch Artikel Unterschiede als Chance

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