Das Selbst

Gesamtheit des Wissens, über das eine Person bzgl. ihrer selbst und ihres Platzes in der sozialen Welt verfügt.

Deep Acting

Bezeichnet die Form der Emotionsregulation, bei der Mitarbeiter ihre Emotionen verändern, um sie an Darbietungsregeln anzupassen, z. B. mit Hilfe kognitiver Strategien.

Default-Effekt

Als Default bezeichnet man die Option, die als Standard festgelegt ist. Personen wählen häufig die vorgegebene Option, auch wenn andere Wahlalternativen zur Verfügung stehen.

Defensive Reaktion

Reaktion auf unangenehme Informationen, bei der vor allem vermieden werden soll, sich mit dem Inhalt der Information auseinandersetzen zu müssen.

Depression

Depression ist eine psychische Erkrankung mit den Kernmerkmalen Niedergeschlagenheit und Energielosigkeit für die Dauer von mindestens zwei Wochen.

Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen

Therapieform, die oft bei traumatisierten Menschen angewendet wird. Betroffene Personen werden gebeten, ihre wiederkehrenden, traumatischen Bilder zu beschreiben und sich diese vor ihrem inneren Auge vorzuhalten, während sie dem Finger der Therapeutin oder des Therapeuten mit den Augen folgen. Das Fokussieren auf die Augenbewegungen soll helfen, diese Bilder besser zu verarbeiten.

deskriptive Norm

Eine deskriptive Norm beschreibt Verhalten, das von Gruppenmitgliedern typischerweise gezeigt wird: Was ist der Standard in der Gruppe, was macht die Mehrheit?

 

Digitale Medien

Digitale Medien bezeichnen elektronische Geräte und neue Technologien, mit denen Informationen computergestützt dargestellt, bearbeitet und geteilt werden können. Der Begriff „Digitale Medien“ wird häufig synonym zu dem Begriff „Neue Medien“ verwendet.

Disinhibition

Disinhibiertes, d.h. ungehemmtes Verhalten entsteht über die relative Aktivierung des sogenannten Annäherungs-Inhibitions-Systems menschlichen Verhaltens. Demnach fördert das Annäherungssystem einen Fokus auf mögliche Belohnungen, die man erreichen möchte, während das Inhibitionssystem einen Fokus auf mögliche Bedrohungen fördert, die man umgehen möchte. Die Aktivierung des Annäherungssystems bewirkt demnach annäherungsorientiertes, ungehemmtes Verhalten, das sich z.B. in positivem Affekt, geringem Zögern und Handlungsbereitschaft äußert.

Diskriminierung

Vorurteilsbehaftete Behandlung einer Person, die sich auf der Zugehörigkeit (oder wahrgenommenen Zugehörigkeit) zu einer bestimmten Gruppe oder Kategorie gründet.

Distributive Verhandlung

Verhandlung, in der die Interessen der beteiligten Parteien nicht vereinbar sind. Jeder Zugewinn einer Partei bedeutet hier einen Verlust der anderen Partei in gleicher Höhe. Die Verhandlungsparteien teilen also lediglich die existierende Verhandlungsmasse unter sich auf. Die beste Lösung ist in diesen Verhandlungen somit immer eine Art von Kompromisslösung.

Siehe auch Artikel "Gemeinsam sind wir stark"

Diversitätsbasierte Idenfikation

Die Vielfalt der Teammitglieder (z.B. in Ausbildung, Expertise, Sprache, Geschlecht, Alter, Ethnizität, Kultur usw.) wird als zentraler Erfolgsfaktor und Wert des Teams gesehen und führt daher bei den Teammitgliedern zu einem starken Zugehörigkeitsgefühl.

Siehe auch Artikel Unterschiede als Chance

DNA

DNA ist die Abkürzung für DesoxyriboNukleinAcid und bezeichnet das Molekül, das die Erbinformation trägt.

DNS

Kurz für Desoxyribonukleinsäure. Hierbei handelt es sich um ein Molekül, das Träger der Erbinformation eines Lebewesens ist und die Gene des Lebewesens enthält. Der Großteil der DNS befindet sich im Zellkern der Zellen.

DNS (Desoxyribonukleinsäure)

Genetisches Material von Lebewesen, das die eindeutigen Erbinformationen trägt.

DNS-Analyse

Bei der DNS-Analyse werden verschiedene Abschnitte der DNS untersucht. Betrachtet man mehrere Abschnitte, so ergibt sich für jede Person ein charakteristisches Profil. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Personen exakt das gleiche Profil aufweisen, ist sehr gering. Diesen Sachverhalt kann man sich zunutze machen. Eine am Tatort gefundene DNS-Probe des Täters kann man mit der DNS des Tatverdächtigen vergleichen. Unterscheiden sich die untersuchten Abschnitte, so kann man davon ausgehen, dass es sich bei Täter und Tatverdächtigem nicht um dieselbe Person handelt.

DNS-Probe

Bezeichnet eine kleine Menge DNS. Menschliche Zellen können am Tatort, z.B. in Form von Hautpartikeln, Haarwurzel- oder Spermazellen gefunden werden. Prinzipiell können die Zellen einer Person aber auch direkt entnommen werden. Dies geschieht beispielsweise, indem mit einem Wattestäbchen über die Mundschleimhaut gestrichen wird. Dabei bleiben Zellen der Mundschleimhaut am Wattestäbchen haften, aus denen dann die DNS gewonnen wird.

Doppelaufgaben

Das Doppelaufgaben-Paradigma realisiert die simultane Bearbeitung von zwei Teilaufgaben (im Vergleich zur sequentiellen Aufgabenbearbeitung im Aufgabenwechselparadigma). Die typischen Leistungskosten (z.B. höhere Reaktionszeiten) bei der simultanen Bearbeitung von zwei Aufgaben im Vergleich zur separaten Aufgabenbearbeitung werden Doppelaufgabenkosten genannt.

doppelte Dissoziation

Ergebnismuster eines Experiments, in dem sich eine experimentelle Manipulation (z. B. die Stärke der Maskierung) und eine gemessene Variable (z. B. die Größe des Priming-Effekts) in entgegen gesetzter Weise entwickeln.

dorsales Striatum

Bereich im Gehirn, der wohl mit Belohnung nach zielgerichteten Handlungen in Verbindung steht.

Dunkelfeldforschung

Die offiziellen Kriminalstatistiken erheben normalerweise nur die im Hellfeld begangen Straftaten, also Straftaten, auf die der Staat aufmerksam geworden ist. Viele Straftaten werden aber gar nicht angezeigt oder nicht erkannt. Um abzuschätzen, wie groß das Dunkelfeld ist, werden verschiedene Verfahren wie großangelegte Befragungen durchgeführt. Daraus lässt sich dann eine realistische Kriminalitätsstatistik erstellen, die auch im Dunkelfeld begangene Straftaten berücksichtigt.

Dunkle Seite der Persönlichkeit

Darunter versteht man Anteile in der Persönlichkeitsstruktur, die sub-klinischen Auffälligkeiten zuzuordnen sind (z. B. erhöhte, aber nicht klinisch relevante Ausprägungen in Narzissmus, Regelbrechen oder Autismus).  

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