Aberglaube

Glaube an Zusammenhänge, die sich nicht belegen lassen.

Abschreckende Bilder

Warnhinweise auf Zigarettenschachteln, die die Gesundheitsschäden durch das Rauchen grafisch darstellen wie beispielsweise Fotos von Raucherlungen oder Geschwüren.

Abstraktes Denken

Die mentale Repräsentation eines Objektes oder einer Situation anhand zentraler Eigenschaften, mit dem Fokus auf das Wesentliche.

Abwärtsvergleich

Prozess, bei dem Menschen ihr Selbstwertgefühl durch den Vergleich mit schlechter gestellten Personen zu erhöhen ersuchen.

Achtsamkeit (englisch: Mindfulness)

Achtsamkeit beschreibt eine Lenkung der Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment, die durch eine offene und akzeptierende Haltung begleitet wird. Das Konzept hat buddhistische Wurzeln.

ADHS

Darunter versteht man die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, welche sich vor allem durch Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulsivität und körperliche Unruhe widerspiegelt.

Affekt

Affekt meint häufig einen Überbegriff für verschiedene gefühlsassoziierte Phänomene wie Stimmungen oder Emotionen.

 

Affektheuristik

Eine Entscheidungsregel, die vor allem auf Gefühlen basiert, und weniger auf einer gedanklichen Einschätzung von Vor- und Nachteilen einer bestimmten Aktivität oder Technologie.

Affektsensitiver AutoTutor

 

Der affektsensitive AutoTutor ist ein computergestützter pädagogischer Avatar, der auf Grundlage komplexer Berechnungsalgorithmen in Lerner-Tutor-Simulationen selbstständig auf emotionales Verhalten des Lernenden reagiert. Er wurde entwickelt von der Arbeitsgruppe um Arthur Graesser und Sidney D’Mello.

 

Agenda-Setting

Die Theorie des Agenda-Setting nach McCombs und Shaw (1972, zitiert nach McCombs, 2005) besagt, dass die Medien (Medien-Agenda) beeinflussen, über welche Themen die Gesellschaft (Publikums-Agenda) nachdenkt und wie sie dies tut. Dies geschieht dadurch, dass Sachverhalte salient, also bewusst gemacht werden (First-Level) und gleichzeitig durch Framing in einen bestimmten Bedeutungszusammenhang gestellt werden (Second-Level).

AIME (amount of invested mental effort)

AIME (amount of invested mental effort) bezeichnet die Anzahl an aktiven und bewusst ausgeführten Denkprozessen. AIME ist somit ein Maß für die „investierte mentale Anstrengung“ beim Erfassen neuer Informationen. Salomon (1984) zeigte in einer einflussreichen Studie, dass AIME beim Lesen von Texten höher ausgeprägt ist als beim Ansehen von (Stumm-)Filmen.

Akzelerometer

Ein Sensor der Beschleunigungskräfte misst. Teil beinahe aller Smartphones.

Allel

Der Begriff Allel bezeichnet eine von mehreren alternativen Ausprägungen an einem Genort.

Allmende

Eine Ressource, die im Besitz, der Nutzung und/oder Verantwortung von mehreren Personen ist.

Sie auch Artikel WinWin-Lösungen in Verhandlungen

Allmende-Verhandlung

Verhandlungen, die sich entweder um die exklusiven Beiträge zu einer gemeinsamen Ressource oder die Verteilung von exklusiven Gewinnen aus einer gemeinsamen Ressource drehen.

Siehe auch Artikel WinWin-Lösungen in Verhandlungen

Altersstereotyp

Überzeugungen über die Merkmale alter Menschen oder darüber, wie Altern ist oder zu sein hat (Alternsstereotyp). Kann auch auf das eigene Alt-Sein oder Altern bezogen sein (Alter(n)s-Selbststereotyp).

Amygdala

Der Mandelkern (lat. Amygdala) ist eine stark vernetzte tiefliegende Gehirnstruktur. Er erhält wenig verarbeitete aber schnell verfügbare Informationen aus den Sinnesorganen und beeinflusst wiederum komplexere und bewusste Verarbeitungsvorgänge in höher liegenden Gebieten der Gehirnrinde. Der Mandelkern scheint besonders für angstrelevante emotionale Signale empfänglich zu sein und reagiert unter anderem stark auf erschrockene Gesichtsausdrücke und Reize, die mit Angst assoziiert sind.

Synonyme: Mandelkern

analytisch

Menschen mit einer analytischen Denkweise neigen dazu, sich auf Objekte auf Basis von Kategorien, denen diese angehören, zu konzentrieren und dazu, Verhaltensweisen zu verstehen, indem sie Regeln wie Logik nutzen. Dieses Gedankengut ist in vielen westlichen Kulturen weitverbreitet (Nisbett et al., 2001).

Android

Eine menschenähnliche Maschine oder ein künstlicher Mensch, dessen Gestalt und Verhalten möglichst lebensecht wirken sollen

Angst

Angst lässt sich als aversive emotionale Erfahrung definieren, die primär in potentiell bedrohlichen Situationen erlebt wird. Angstsymptome umfassen u.a. erhöhte Erregung, Anspannung, Nervosität und Sorgengedanken.

Ankereffekt

Die systematische Verzerrung einer Schätzung durch eine zusätzliche numerische Information. So wird beispielsweise ein unbekannter Berg als höher geschätzt, wenn zusätzlich der Vergleichsstandard von 3000 m (vs. 2 m) präsentiert wird (Mussweiler & Strack, 2000b).

Siehe Auch Artikel Der Verhandlungsbeginn

Anlage-Umwelt-Interaktion

Wenn Umwelteinflüsse auf Individuen aufgrund deren unterschiedlicher genetischer Ausstattung verschieden wirken, sprechen wir von Anlage-Umwelt-Interaktion (GxE für Gen-Umwelt-Interaktion). Wenn sich die Erblichkeitsschätzungen (h2) für ein und dasselbe Merkmal in Abhängigkeit von Umweltbedingungen stark unterscheiden, liegt es ebenfalls nahe, dass GxE-Prozesse wirksam sind.    

Anlage-Umwelt-Korrelation

Damit wird der Umstand bezeichnet, dass Genotypen sich nicht zufällig auf die Gesamtheit der möglichen Umwelten verteilen, sondern Zusammenhänge zwischen Genotypen und Umwelten bestehen. Drei Arten von rGE werden unterschieden: passive, reaktive und aktive rGE.

Anthropologisches Gutachten

Anthropologische Gutachten dienen dazu, festzustellen, ob der Tatverdächtige mit dem Täter identisch ist. Hierzu werden mit Hilfe von Fotografien oder Videoaufzeichnungen des Täters verschiedene äußere Merkmale des Täters (z.B. Form des Ohrläppchens, Nasenkrümmung) mit Merkmalen des Tatverdächtigen verglichen. Als Vergleichsmaterialien können z.B. Bilder von Überwachungskameras dienen.

Anthropomorphismus

Übertragung menschlicher Charakteristiken auf Nichtmenschliches, etwa auf Objekte, Tiere oder auch auf die Vorstellung einer Gottesfigur

Antidepressiva

Medikamente gegen Depression.

Antizipativ

Vorahnend, voraussehend, vorwegnehmend. In Blickzeitstudien werden unter antizipativem Blickverhalten Blicke verstanden, die auf dem Bildschirm auf ein gewisses Objekt oder gewisse Stelle gerichtet sind, weil dort in den nächsten Moment ein Ereignis erwartet wird.

Antizipative Bewegungen, Motorik, Objektmanipulation, Bewegungsplanung, End-state Comfort Effekt

Als Bewegungsplanung bezeichnet man den Prozess der Auswahl und Erzeugung efferenter (ausgehender) Signale, welche eine intendierte Bewegung hervorrufen.

 

App

Unter einer App (kurz für englisch application software) versteht man im deutschen Sprachraum zumeist Anwendungssoftware für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer.

Arbeitsgedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis ist ein kapazitätslimitiertes System, welches kurzzeitiges Speichern und Verarbeiten von aufgabenrelevanten Informationen ermöglicht und gleichzeitig irrelevante Information blockiert. In Abgrenzung dazu wird das Kurzzeitgedächtnis lediglich mit dem Speichern von Information assoziiert.

Arbeitsgedächtnis

Gedächtnissystem mit beschränkter Kapazität, in dem Informationen für eine beschränkte Dauer gespeichert werden können. Oft werden die Begriffe Arbeitsgedächtnis und Kurzzeitgedächtnis synonym verwendet. Es sollte aber beachtet werden, dass es auch Forschungstraditionen gibt, bei denen der Begriff des Arbeitsgedächtnisses vom Begriff des Kurzzeitgedächtnisses dadurch abgegrenzt wird, dass Informationen im Arbeitsgedächtnis nicht nur gespeichert, sondern auch manipuliert werden können.

Archivstudie

Eine Forschungsmethode, bei der Gerichtsakten und andere gerichtliche Dokumente hinsichtlich einer bestimmten Forschungsfrage analysiert werden.

Assimilation

Eine aus einem sozialen Vergleich resultierende Selbsteinschätzung, welche sich stark mit der Einschätzung des Vergleichsstandards deckt.

Attraktivität

Die Begriffe Schönheit, physische Attraktivität und Attraktivität werden in der Psychologie oft synonym gebraucht. Auch wenn die Konstrukte theoretisch unabhängig sind (z.B. schöne Menschen, die nicht anziehend wirken), zeigt sich in Studien, ein statistisch hoher Zusammenhang (d.h., Menschen, die als schön bewertet werden, werden auch als attraktiv bewertet, und umgekehrt).

Aufgabenwechsel

Mit dem Paradigma des Aufgabenwechsels wird die sequentielle Bearbeitung von verschiedenen Teilaufgaben untersucht (im Vergleich zur simultanen Aufgabenbearbeitung im Doppelaufgabenparadigma). Diese sequentielle Bearbeitung resultiert in Aufgabendurchgängen mit Wiederholungen derselben Aufgabe sowie in Durchgängen mit Wechseln zwischen den verschiedenen Aufgaben. Die typischen Leistungskosten (z.B. höhere Reaktionszeiten) unter Bedingung eines Aufgabenwechsels (d.h. Wechselkosten) sind ein Indikator für Anforderungen an die exekutive Funktion Wechsel (Shifting). Diese Funktion ist assoziiert mit der Konfiguration des kognitiven Systems beim Wechsel zwischen verschiedenen Informationen.

Austausch-Verhandlung

Verhandlung, die sie um den Austausch von einer exklusiven Ressource gegen eine andere exklusive Ressource dreht.

 Siehe auch Artikel WinWin-Lösungen in Verhandlungen

Austauschtheorie

Nach Blau (1964) besagt, dass die Austauschbeziehung zwischen zwei Parteien sowohl ökonomischer als auch sozialer Natur ist: Ökonomisch orientierter Austausch beinhaltet explizite und präzise Verpflichtungen, die zu festgelegten Zeiten zu erbringen sind und vertraglich eingefordert werden können. Sozial orientierter Austausch hingegen basiert auf Wohlwollen und Vertrauen in einen fortlaufenden, fairen gegenseitigen Austausch und umfasst eher vage spezifizierte beiderseitige Verpflichtungen.

Austauschverhandlungen

Zwei Ressourcen befinden sich zu Beginn im Besitz zweier Verhandlungsparteien und werden im Verlauf der Verhandlung getauscht. Bekannte Beispiele wären der Austausch von Arbeit für Gehalt, oder eines Autos für Geld.

Autismus

Autismus beschreibt eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich durch Schwächen in sozialen Interaktionen und der Kommunikation mit Mitmenschen bemerkbar macht.

 

Automatizität

Automatischer Prozess, der mehr oder weniger ohne Absicht und unbewusst abläuft, geistig effizient (man kann parallel andere Dinge tun) und nicht kontrollierbar ist.

Automaton

Selbsttätige Maschine; in früheren Zeiten wurden aber auch menschenähnliche Maschinen als „Automata“ bezeichnet, so etwa in der Literatur E.T.A. Hoffmanns

Autoritarismus

Eine situations- und objektübergreifende, generalisierte Einstellung. Autoritarismus ist nach Altemeyer durch das gemeinsame Auftreten von drei Dimensionen gekennzeichnet: (a) die Bereitschaft zur Unterordnung (Submission) unter Autoritäten; (b) die aggressionsbereite Intoleranz gegenüber denjenigen, die sich nicht unterordnen wollen (Aggression); sowie (c) die starre Bindung an etablierte Konventionen (Konventionalismus).

Außerparlamentarischer Aktivismus

Synonym für Kollektives Handeln

Avatar

Computergenerierte Darstellung eines Menschen oder auch virtuelle Kunstfigur

Avatar

Selbst gestaltete Spielfigur in einem Computerspiel.

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